Sein Leben

Französischer Okkultist, geboren als, Alphonse Louis Constant, auch Ábbe Constant, der am 8. Februar 1810 in Paris, geboren wurde und für seine Untersuchungen magischer Praktiken berühmt wurde. Lévi sammelte seine Gedanken über eine ganze Reihe von okkulten Themen in einer grossen History of Magic, die für spätere Generationen von Okkultisten zur Pflichtlektüre wurde.

Die frühen Jahre

Der Wegbereiter der Tarotdeutung war Sohn eines Schusters und einer religiösen Hausfrau. Er wurde zum Priester ausgebildet und hatte Aussicht auf eine glänzende Karriere als Theologe, doch entsagte er 1836 dem kirchlichen Dienst und wandte sich der politischen Linken zu. 1840 verfasste er die revolutionäre Schrift La Bible de laliberté (dt. Bibel der Freiheit), in der er Politik und Religion zu versöhnen suchte und für einen christlichen Kommunismus eintrat. Nach der Niederschlagung der Revolution von 1848 wandte er sich ganz esoterischen Studien zu. Er befasste sich in „phantastisch – unorthodoxer“ Weise mit Kabbalistik und Magie und war bestrebt, antiken Okkultismus, die Wissenschaft des 19. Jahrhunderts und die Religion auf seine Weise zu vereinen. Aber seine Karriere als Abbe war kein grosser Erfolg und nach einer Ehekrise beendete er seine Priester-Laufbahn und nannte sich nun Éliphas Lévi.

Er selbst sah im Tarot den Schlüssel zum Verständnis uralter, ewiger Wahrheiten, welche in der Kabbala überliefert seien und gab auch den Anstoß, in dem kapitalistischen Lebensbaum einen Zusammenhang und dem Tarot zu sehen. 1861 war Éliphas Lévi Mitglied in der Freimaurerloge „La Rose du Parfait Silence”, aber wegen abfälliger Kritik an einem seiner Vorträge verliess er die Vereinigung. Aber Levi rühmte sich vieler berühmter Menschen, unter anderem zählte der damals weltberühmten englischen Romancier Edward Bulwer-Lytton zum Kreis seiner Freunde und Bewunderer. Den soll Lévi in England besucht und dort Einblicke in ein rätselhaftes, in Geheimschrift verfasstes Dokument erhalten haben, welchem Lévi die korrekte Zuordnung der Trümpfe des Tarot zu den Buchstaben des Hebräischen Alphabets entnahm. Dem englischen Hochgradfreimaurer Kenneth MacCenzie machte er den Vorschlag, einen auf „wissenschaftlicher Grundlage” entworfenen Kartensatz neu zusammenzustellen und zu veröffentlichen. Éliphas Lévi war der erste, der Tarot als Instrument auffasste, das in den Händen des spirituellen Suchers die Wahrheit entdeckt. Crowley sah in Lévi „einen sehr großen Kabbalisten und Gelehrten, der immer noch geistlose Menschen durch seine Angewohnheit verärgert, sich auf ihre Kosten lustig zu machen und sie posthum als Narren zu entlarven.” Lévi war nach Crowleys Ansicht „ein Philosoph und Künstler, außerdem ein hervorragender Stilistiker und Spaßvogel.

Sabbatbock oder Behemot

Seine bildliche Darstellung eines Dämons, den er den Sabbatbock oder Behemot von Mendes nannte, wird häufig re produziert, da sie den ziegenköpfigen Teufen der Hexensabbate, den Gott der Templer und den Teufel auf den Tarotkarten in einer Gestalt vereint. In Levis Augen verkörperte dieser Dämon die höchste Macht im Universum, der in sich gute und böse Einflüsse einschloss. Er unterschied zwischen Luzifer und Satan und schrieb den beiden Gestalten eigene Charaktereigenschaften zu. Luzifer galt als der reine Lichtbringer, Satan als die Personifizierung aller Irrtümer und Schwächen. Luzifer repräsentierte für ihn Freiheitswillen, Selbstbewusstsein und Vernunft und galt ihm als Beweis dafür, dass die Aufklärung nichts Widergöttliches, sondern die Erfüllung des Heilplans sei. Satan hingegen währte er als alleiniges Sammelbecken aller negativen Aspekte. Wegen ihres christlichen Hintergrunds fanden die Interpretationen Lévis keine ungeteilte Zustimmung in okkultistischen Kreisen. Die Methode, zwischen Luzifer und Satan zu unterscheiden, kam in der Folgezeit gleichwohl häufiger zur Anwendung.

1860 veröffentlichte Lévi seine Histoire de la Magie (dt. Geschichte der Magie), in der er einen Überblick über magische Strömungen von den Anfängen an bietet und dabei stets die Vereinbarkeit von Magie und Christentum betont, sogar in der Magie einen Beweis des Christentums sieht. Levi starb im Alter von 65 Jahren am 31. Mai 1875 in Paris. Crowley der im Todesjahr Levis geboren wurde, sah sich daher als Reinkarnation dessen an. Mit seinen über 200 Werken war er einer der produktivsten Okkultisten seiner Zeit.

® Carrygen

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