Die Farben, in denen Geister uns erscheinen, sind so bunt wie um menschlichen Leben.

Alle Farben sind vertreten, auch wenn bestimmte Farben häufiger vorkommen.

* So bilden die weißen und schwarzen Geister die größten Gruppen.

* Die nordischen Mythen kennen die Lichtalben und die Schwarzalben. Schwarzweiß ist
„Hel die nordische Erinys“, schwarz die Furie.

* Grau wie Geister uns nur zu oft vorkommen, ist wohl zeitlos in der Geisterwelt, sozusagen die Farbe der Wahl, und viele Geister bleiben als nebelige Erscheinungen verschwommen

Die Helligkeit zeigt dem Volksmund und der Erfahrung vieler Geisterseher zufolge den Grad der Erlösung an, wobei als Grundregel gilt:

Je heller das Hemd, desto näher ist die Erlösung. Ein eigener Geistertypus ist die „Weisse Frau“, die in Britannien bekannt ist als „thewhite Lady“ und in ‚Schweden als „vita fruen“.

Geister sind aber nicht farbenscheu. Es gibt sie in allen Farben.

* Rote gelten wie die Schwarzen in der Regel als teuflisch und Unheil verheißend.

* Grün dagegen ist typisch für den Wassermann, der seine bunten Bänder in der Nähe von Flüssen auslegt, um damit Menschen anzulocken.

* Bunte Geisterkleidung finden wir vor allem im Reich der lustigen, koboldartigen Geister, zu denen die unterirdischen Zwerge und die häuslichen Poltergeister gehören.

Sie setzen sich liebend gern farbenfrohe Mützen auf. Klassisch ist die rote Zwergenkappe.

Der Blauhösler, ein Hauskobold, der das Dachgebälk liebt, trägt, wie sein Name verrät, ein blaues Höschen, das die Bäuerin des Hauses, in dem er sich häuslich niedergelassenen hatte, extra für ihn genäht hatte.

* Gelb ist das Haar der Moosweibchen.

Ein Drache in gelb und grün hat 1598 an der Grenze zwischen Schlesien und der Oberlausitz von sich reden gemacht.

* Ganz bunt gescheckt erscheinen mitunter Geistertiere und Geisterpflanzen.

Auch verstorbene Menschen können in Farbe erscheinen. Green und McCreery widmen den farbigen Menschengeistern ein ganzen Kapitel.

® Carrygen

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